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Literaturtipps für Kretareisende

(aktualisiert am 12. März 2017)

Nicht Reiseführer, sondern Bücher griechischer Autor(inn)en, die auf Kreta spielen, vergangene Zeiten auf der Insel wach werden und gleichzeitig ihre zeitlose Einzigartigkeit spüren lassen,  sollen hier kurz vorgestellt werden. Denn durch ihre Lektüre stimmt man sich nicht nur auf eine Kretareise ein, sie macht einen zugleich mit drei in Griechenland sehr beliebten Autoren bzw. Autorinnen bekannt – schön sie zu kennen, wenn man auf Kreta unterwegs ist.


Die Frauen der Familie Ftenoudos von Lily Zografou

Die 1922 in dem Fischerdorf Milatos auf Kreta geborene und 1998 in der kretischen Stadt Iraklion verstorbene Lily Zografou beschreibt in diesem Buch die von Konventionen und Tabus geprägte Lebenssituation griechischer Frauen um die Zeit des 2. Weltkriegs und einzelne Ausbruchsversuche daraus. Dieses letzte Werk der in Griechenland viel gelesenen Autorin, die sich oft Frauenschicksalen gewidmet hat, wurde 1998 für das griechische Fernsehen verfilmt.

Freiheit oder Tod von Nikos Kazantzakis

An dem im Ausland vor allem für die Verfilmung seines Roman Alexis Sorbas bekannten, 1883 auf Kreta geborenen und 1957 in Freiburg im Breisgau gestorbenen griechischen Autor Nikos Kazantzakis kommt wohl keiner vorbei, der sich Kreta literarisch nähern will.
Sein Heldenepos um den Kapitän Michalis, der ursprünglich dem Buch den Namen gab, erzählt vom Freiheitskampf der unterjochten Kreter gegen die Türken im 19. Jahrhundert. Neben dem packenden Geschehen sind es die Porträts urwüchsiger, integrer Gestalten und die Bilder der wilden Schönheit kretischer Landschaften, die den Reiz dieses Romans ausmachen.

Im Palast von Knossos von Nikos Kazantzakis

Figuren der klassischen griechischen Mythologie wie Ariadne, Theseus, Daidalos und Ikaros werden in diesem fesselnden Roman zu echten, greifbaren Menschen. Während der weltbekannte griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis in seinem Roman „Im Palast von Knossos“, den er einst für ein Jugendmagazin geschrieben
hat, griechische Mythologie neu interpretiert, führt er seine Leser mitten in das pralle Alltagsleben einer 3.500 Jahre alten Zivilisation.

Die Schattenhochzeit von Ioanna Karystiani

In diesem Roman erzählt die 1952 auf Kreta geborene, beliebte griechische Autorin von einer Familie, die sich über
zwei gegensätzliche Welten verteilt: Die der Forschungs- und Wissenschaftskreise der U.S.A. und die eines arachaisch anmutenden kretischen Bergdorfes, in der sie noch mit dem Fluch der Blutrache zu kämpfen hat.

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