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„Das letzte Adieu“ von Vassilis Vassilikos

Mit Allerheiligen am 1. November beginnt sie wieder, die Zeit der Friedhofsbesuche und des Totengedenkens. Darum hier der Vorschlag einer passenden Lektüre dazu: „Das letzte Adieu“ des bedeutenden griechischen Autors Vassilis Vassilikos ( exakter aus der griechischen Schrift transkribiert als Vasilis Vasilikos ). Dreißig Jahre nach der griechischen Erstveröffentlichung ist dieser Erzählband mit 21 eng mit einander verwobenen Geschichten rund um die Themen Liebe und Tod, Abschied und Trauer nun endlich auf Deutsch erschienen.

Im Zentrum der Erzählungen stehen stets zwei Liebende. Fast nie haben sie einen Namen. Sie sind einfach Er und Sie. Manchmal erkennt man die gleichen Protagonisten an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Situationen wieder – Ein Künstlerpaar im Exil. Dann wieder sind es andere Paare, um die es sich handelt. Orte der Handlung sind europäische und kanadische Großstädte und griechische Landschaften.

Wie zu erwarten von dem 1934 geborenen, politisch engagierten Autor, der während der griechischen Diktatur selbst viele Jahre im Exil verbringen musste, fallen – teils raffiniert verschlüsselt – Anspielungen auf die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse seiner griechischen Heimat. Fußnoten sorgen dafür, dass solche versteckte Anspielungen auch von Nichtgriechen verstanden werden. Auch die eingestreuten Zitate aus griechischen Liedern und Gedichten werden erläutert. Dadurch vermittelt der Erzählband auch Hintergrundwissen und versetzt den Leser in die Lage, die Herangehensweise des Autors an die großen, die gesamte Menschheit bewegenden Themen Liebe und Tod als eine von griechischer Kultur und Geschichte geprägte zu erkennen.

Zum Autor:
Vasílis Vasilikós wurde im Jahr 1934 geboren. Er war unter anderem als Schriftsteller, Journalist, Diplomat und beim Griechischen Fernsehen tätig. Auch im Ausland bekannt wurde er vor allem durch seinen politischen Roman ›Z‹, der von Costa-Gavrás mit den Schaupielern Yves Montand, Irene Papas und Jean-Louis Trintignant und der Musik von Míkis Theodorákis verfilmt wurde und zwei Oscars sowie weitere Auszeichnungen erhielt. Inspiriert von der Ermordung des Oppositionellen Grigoris Lamprakis ( Lambrakis ) hat er die Geschehnisse des Griechenlands der sechziger Jahre zum Gegenstand und handelt von politischem Mord, Machtstrategien und Korruption.

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