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Chora und Chorio auf der Insel Sikinos

27. April 2011

Ankunft auf der Insel Sikinos

Wir haben unseren Aufenthalt auf Sikinos so gewählt, dass wir das Fest im Kloster Zoodóchou Pigi am Donnerstag nach Ostern erleben können.

Die Fahrt mit der Fähre Aeolos Kenteris II von Ios nach Sikinos dauert nicht einmal eine halbe Stunde. Viertel nach Zehn kommen wir an.

Die Zimmersuche gestaltet sich unerwartet schwierig. Keiner der Vermieter ist – wie sonst auf den meisten griechischen Inseln – zum Hafen gekommen, um nach Gästen Ausschau zu halten. Wir gehen also vom Hafen zu dem lebhaftesten Eck der Hafenbucht Alopronia und fragen in der Taverne Lukas nach, in der gerade Arbeiter ein- und ausgehen, um am Strand gegenüber eine Holzterrasse aufzubauen. Wir treffen den Sohn von Popi an, der Wirtin der Taverne, die auch Zimmer vermietet. Er ruft sie an und bald kommt sie mit ihrem Auto und fährt uns zu ihren Unterkünften etwas oberhalb des Hafens am Hang. Dort sind gerade Renovierungsarbeiten im Gang und die Räume, die sie uns vorschlägt, riechen noch nach frischer Farbe. Popi beklagt sich über das für die Jahreszeit ungewöhnlich schlechte Wetter. Mal regnet es, dann wieder bringt der Südwind roten Sand mit, der die frisch gestrichenenen Flächen unansehnlich verfärbt. Auf Popis Auto ist ein anderes Haus abgebildet, eines direkt am Meer. Wir fragen danach. Sie zeigt an die Stelle in der Bucht gegenüber der Taverne Lukas, wo es direkt am Wasser liegt. Doch es ist leider voll belegt.

unser Balkon bei Dina

Wie wäre es also mit Chora, der auch Kastro genannten früheren venezianischen Wehrsiedlung droben am Berg? Von hier aus sieht man sie nicht. Sie liegt etwa 4 km entfernt auf einer Höhe von 290 Metern. Eigentlich wäre sie für unsere Zwecke ohnehin die bessere Wahl. Denn oberhalb von Chora ist ja das Fest, das wir miterleben wollen. Popi hat dort kein Haus. Doch sie bietet uns an, uns hinauf zu fahren. Wir nehmen ihr Angebot dankbar an und machen uns dort auf die Suche. Unsere erste Anlaufstelle ist der Supermarkt. Dort erweist man sich sehr hilfsbereit, telefoniert, hält Passanten an und fragt, wer um diese frühe Jahreszeit schon vermietet. Schließlich trifft ein Deutscher namens Klaus ein, der hier ein Haus hat. Er weiß, dass Dina, die im Rathaus arbeitet, Zimmer vermietet und geht mit uns zu ihrem Büro in einem alten Herrenhaus neben den verfallenen Resten des venezianischen Kastro an der schönen, weiten Dorfplatia. Sie geht sofort mit uns den Pflasterweg zu ihrem Haus, und zeigt uns das schöne Zimmer oberhalb ihres eigenen Wohnhauses, das gegen Ortsende unterhalb des Klosters Zoodochou Pigi liegt. Es hat einen weiten Blick bis hinab zum Hafen und auf das Meer. Wir fühlen uns gleich wohl hier.

Am Nachmittag spazieren wir durch Chora. Dann gehen wir den Pflasterweg hinab zur Schule im Sattel, durch den die Asphaltstraße vom Hafenort Alopronia weiter an dem Weingut von Georgios Manalis vorbei bis zu dem ehemaligen römischen Grabmal Heroon / Episkopi führt. Auf der anderen Seite des Bergsattels befindet sich ein weiterer Ort, der einfach „Chorio“ (= Dorf) genannt wird. Das Chorio besteht nur aus einigen Kirchen, einen Windmühlenstumpf und Wohnhäusern, viele davon mehr oder weniger verfallen. Auch hier gibt es einige Zimmer zu mieten. Doch die sind alle belegt – wie wie später auf dem Klosterfest von einer Schweizerin erfahren von einer Gruppe, die auf Sikinos ein Reiki-Seminar besucht.

Zu Abend essen wir in der einzigen offenen Taverne in Chora /Kastro, dem „Steki tou Garbi“. Die Auswahl ist nicht groß. Aber die Fava (= Erbsenpüree) mit frischen Zwiebeln und besonders schmackhaften selbst eingelegten Kapern und die Souvlaki sind hervorragend und auch der offene Wein von der Insel ist gut. Alternativ gibt es noch zwei Cafés, die auch kleine Speisen servieren, das eine davon vor allem Crepes. Im Gegensatz zum „Steki tou Garbi“ haben sie auch Mittags geöffnet.

> nächster Tag: Wanderung zum römischen Grabmal Heroon und  Fest im Kloster Zoodochou Pigi

< Verlauf unseres Aufenthalts auf Sikinos

< Gesamtverlauf unserer Inselhopping im Frühjahr 2011

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