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Anafi

Anafi

Die rund 12 Kilometer lange und 6 km breite Insel gehört zum Kreis der Kykladen und ist ein Juwel an Einzigartigkeit und Homogenität.
Chora BackofenEtwa 300 ständige Einwohner zählt das Inselchen zur Zeit – wie auf den meisten Inseln geht die Zahl im Sommer nach oben und nimmt im Winter ab. Sie scheinen sich alle einig zu sein, dass die rechte Farbe für ein Kykladenhaus weiß ist und die für Fenster und Türen blau. Viele der Häuser haben einen kleinen Vorhof , eine eigene Zisterne und einen Backofen in der Wand oder einem eigenen kleinen Häuschen. Sie ziehen sich an einem Felsen hoch – gekrönt von einem rauhen Sporn, auf dem einst ein Kastell stand.

 Im Osten schließt die karge Insel ein Monolith aus hellem Marmor ab, der sich mit seiner je nach Lichtverhältnissen fast weiß, manmal aber auch lila getönt erscheinenden Farbe von dem rötlichbraunen, mit kleinen trockenen Kräuterbuschen gepunkteten Stein abhebt, der den Rest der Insel ausmacht. Er wird Kalamos genannt und trägt auf seinem Gipfel ein Marienkloster – die Panagía Kalamiotissa. Ein weiteres Kloster namens Zoodochos Pigi befindet sich am Fuß dieses Marmorbergs.

Eine (!) Platane gibt es in einer oasenartigen Senke mit einer Quelle. Platanos (Platane) oder Vrysi (Quelle) nennen die Einheimischen diese Stelle an der Schotterstraße, die die Insel etwa in der Mitte durchquert und von der Chora im Süden zur Agios Georgios-Bucht im Norden führt. Außerdem gibt es vereinzelte Zypressen und sogar eine Palme in der Chora. Tamarisken spenden an einigen Stränden Schatten. Ab und zu sieht man einen Olivenbaum. Arg viel mehr an Bäumen existiert nicht. Dafür aber gedeiht Wein vor allem an den Hängen im Süden. Größere Flächen mit Rebstöcken befinden sich beim Kloster Zoodochos Pigi und oberhalb der Flamourou-Bucht. Im Süden befinden sich auch die schönsten Strände. Einer nach dem anderen – getrennt durch Felshänge – reihen sie sich zwischen dem Hafenort Agios Nikolaos und der Monastiri-Bucht unterhalb des Klosters Zoodochos Pigi.

ANAFIWandert man über die Insel, so trifft man nicht nur auf etliche Kirchlein, die meist auf Hügelkuppen thronen, sondern auch auf weitere kleine kapellenartige, weiße Bauten – Knochenhäuser, in denen die Einheimischen die Knochen ihrer Toten aufgewahren unterhalb einer altarartigen Steinplatte mit Erinnerungsfotos und -stücken an die Verstorbenen. Sie scheuen nicht den Weg zu diesen weit in der Landschaft verstreuten Gedenkstätten, um dort stets ein Lichtlein brennen zu lassen.

Kalamos

Meine persönlichen Tipps:

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3 Kommentare leave one →
  1. kokkinos vrachos permalink
    2015/03/04 4:43 pm

    Hallo Heidi, habe mir gerade noch mal deinen Anafi-Bericht (mit den schönen Fotos) durch gelesen.

    Bei mir geht es diesen April zum ersten Mal nach Anafi. Die Vorfreude auf die Insel ist schon riesig.

    schöne Grüße aus Hamburg, kv

  2. 2015/03/09 5:19 pm

    Gute Reise und viele Grüße!

  3. kokkinos vrachos permalink
    2015/08/17 7:26 pm

    „Gute Reise und viele Grüße!“ = Gute Reise und viele Grüße!
    http://www.in-greece.de/anafi/artikel/105585-anafi-rauh-aber-herzlich

    vg aus Hamburg, kv

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