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Vogelbeobachtung am Kerkinisee und auf Lesbos 2015 und 2016

Pelikane

Kerkini-See – 18./19. Mai 2015

Kerkini-SeeWir sind keine passionierten Vogelbeobachter, besitzen weder ein starkes Fernglas noch eine leistungsstarke Kameraausrüstung. Durch reinen Zufall haben wir am Kerkini-See entdeckt, wieviel Freude es macht, sich zwischen einer großen Menge und Vielfalt an verschiedenen Vögeln zu bewegen und sie beim Nisten und Umherziehen zu beobachten.

kerkiniDer Hauptgrund dafür, einen Abstecher nach Makedonien in unsere Reise ab und bis Kavala, die uns ansonsten nach Limnos, Agios Evstratios und Thassos führte, einzuplanen, waren die Anastenaria – die Tänze auf Glühenden Kohlen zum Fest Ag. Konstantinos und Eleni – , die wir beobachten wollten. Bei der Gelegenheit besuchten wir auch Drama und Serres und – eben – den Kerkini-See, einen Stausee der sich unweit von Serres am Südhang des Berges Beles (oder Kerkini) entlangzieht. Grau-, Seiden-, Rallen-, Nacht- und Purpurreiher, Löffler, Braune Sichler, Krauskopfpelikan, Flussseeschwalbe, Kormoran, Zwergscharbe, Zwergdommel und vieles mehr kann man hier beobachten. An den Ufern sitzen Störche hoch droben in ihremnest Nest und farbenfrohe Bienenfresser fliegen umher.

Doch die Hauptattraktion sind die um diese Jahreszeit überschwemmten Inseln und Bäume im See, auf denen Vögel nisten. Um hierher zugelangen braucht man ein Boot. Wir lassen uns zusammen mit anderen Vogelliebhabern vom kundigen Kapitän Vasilis zu den interessantesten Plätzen bringen und kommen so ganz nah an die Nistplätze heran.
Am Kerkini-See

Lesbos, Golf von Kalloni und Vatera, 14. – 31. Mai 2016

skalaKallonisSchon lange ist Lesbos meine Lieblingsinsel. Obwohl es mich eigentlich immer wieder auf neue, kleinere Inseln zieht, ist Lesbos die einzige Insel, auf die wir nun zum 8. Mal zurückkehrten. Diesmal, im Mai 2016, auch deshalb, weil wir nach den schönen Erlebnissen am Kerkinisee auf der Ausschau nach weiteren Vogelgebieten in Griechenland waren. Und dazu gehört auch Lesbos.

AlikiSkalaPolichnitou

Bislang hatten wir die meiste Zeit entweder am Strand verbracht, waren gewandert oder mit dem Auto unterwegs, um die vielen Sehenswürdigkeiten der Insel, wie den versteinerten Wald bei Sigri, die vielen interessanten Klöster, Reste der Antike u.v.m. zu sehen.

saebelschnablerDa wir schon mehrmals unser Hauptquartier in Vatera hatten, waren uns natürlich schon die vielen Stieglitze auf den Drähten direkt vor unserem Zimmer aufgefallen. Auch waren wir selbstverständlich schon am Almeropotamosfluss unterwegs und hatten neben vielen Schildkröten einige Vögel gesehen. Nun war unser Blick geschulter und die Jahreszeit passender, so dass wir rund um den Badeort Vatera mehr entdeckten, als uns zuvor aufgefallen war.

Doch hatten wir diesmal in unseren Reiseplan auch die Salinen (griechisch aliki) aufgenommen, die als Vogelparadies schlechthin gelten – diejenigen von Kalloni ebenso wie die von Skala Polichnitou – beide an den Ufern des Golfs von Kalloni gelegen, der sich unweit von Vatera tief ins Herz der Insel einschneidet. Und es hat sich gelohnt: Weiße und schwarze Störche, Flamingos, viele Arten von Reihern, Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Schnepfen, Lärchen und vieles mehr gibt es zu bewundern.

Sehr gut gefällt uns der Ort Skala Polichnitou mit seinen Fischerbooten und täglich frischen Spezialitäten aus Poseidons Reich. Die Delikatesse des Golfs von Kalloni – seine zarten, jungen Sardellen – haben zwar noch nicht Saison. Doch täglich gibt es frischen kéfalos, (Meeräsche), bakaliaraki (jungen Dorsch) barbóuni (Rotbarbe) , koutsoumoúra (eine blassere Barbenart), Muscheln und Krabben aus dem Golf und sardélles (Sardinen) und vieles mehr vom offenen Meer. Gern besuchen wir von hier aus auch das ca. 4 Kilometer entfernte Polichnitos, dessen wohltuendes Thermalbad wir schätzen, oder spazieren entlang dem Ufer nach Nifida mit seinem schönen, feinen Kiesstrand und seinen Tavernen.

 

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