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Irving Stone „Der griechische Schatz“

Der griechische Schatz“ von Irving Stone ist ein biograpischer Roman über den Archäologen Heinrich Schliemann, seine Ehefrau Sophia und ihre gemeinsame Arbeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Interessante Reiselektüre

Ein geeignetes Buch, um die Phantasie zu beflügeln, wenn man antike Ausgrabungsstätten besucht. Plastisch und detailreich wird beschrieben, wie es bei Ausgrabungsarbeiten im 19. Jahrhundert zuging und wie Schicht um Schicht Erkenntnisse und Schätze zu Tage kamen.

Aber auch ein geeignetes Buch, um etwas über griechisches Familien- und Gesellschaftsleben jener Zeit zu erfahren. Denn es handelt nicht nur von der Arbeit des erfolgreichen Archäologen Heinrich Schliemann an den Stätten Troja und Mykene sowie einigen weiteren. Es handelt ebenso von seiner griechischen Frau Sophia und deren griechischer Großfamilie, in der Wunder geschehen, wenn man nur mit der richtigen Inbrunst zum richtigen Heiligen betet.

Charakterstudien

Schliemann, der nie ohne sein Exemplar der Ilias Homers unterwegs war, wird in vielen seiner Facetten beschrieben, mal gewiefter Kaufmann, mal liebevoller Ehemann und Vater, mal großzügig, mal geizig, meist dickköpfig und immer zielstrebig.

Sophia, die bei der von einem Verwandten angebahnten Hochzeit erst 17 Jahre alt war, darf der Leser auf ihrem beschwerlichen Weg durch fremde Länder und schwierige Situationen begleiten, während sie neben ihrem 30 Jahre älteren Mann zur Frau reift. Sie versteht es durch das bloße Aufstellen einer geliebten Ikone ein fremdes Haus in ein Heim zu verwandeln, sich laufend weiter zu bilden und tatkräftig neben ihrem Mann an großen  Zielen zu arbeiten.

Mit dem Buch in Athen unterwegs

Irving Stones Roman führt uns nicht nur an die Ausgrabungsstätten, sondern immer wieder auch nach Athen, ein Athen das zur Zeit der Handlung gerade einmal die Einwohnerzahl von hunderttausend überschritten hatte, während beispielsweise Berlin damals schon eine Millionenstadt war.

Viel ist in dem Buch von dem  Wohnpalast die Rede, den Schliemann für seine Familie von dem Architekten Ziller planen und errichten ließ und den er Iliou Melathron nannte. Er  steht heute noch in der Athener Panepistimiou Straße und beherbergt das Numismatische Museum.

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